Archäologisches Museum
Im Nationalmuseum für Archäologie kann man alles Bedeutende bestaunen, was Archäologen im Laufe der Zeit aus der irischen Erde ausgegraben haben. Das 1877 gegründete Museum gilt als die Schatzkammer der irischen Nation. Zwar wurden viele Exponate aus Platzgründen ausgelagert und zum Teil in anderen Museen
ausgestellt, doch ist die verbliebene Sammlung dennoch kaum zu überschauen und kann sicher nicht mit einem einzigen Besuch gebührend erfasst werden. Sehenswert sind die prähistorischen Fundstücke aus der Eisen- und Bronzezeit und die Arbeiten, die die Wikinger bei ihrem "Gastspiel" auf irischem Boden hinterlassen haben. In diesem Museum befindet sich auch eine der weltweit größten Sammlungen keltischer Kunstwerke. Hier ist besonders der aus dem 12. Jahrhundert stammende Ardagh-Kelch hervorzuheben, einem etwa 20 cm hohen Trinkgefäß aus Gold und Silber.
Etwas älter, doch nicht minder kostbar, ist die etwa um 700 n. Chr. gearbeitete bronzene Tara-Brosche, die kunstvoll mit Gold-, Silber- und Glasornamenten verziert ist. Die Sammlung "Ireland's Gold" zeigt noch viele andere Schätze aus den Anfangszeiten der Grünen Insel. Interessant ist auch das im Moor gefundene etwa 4.000 Jahre alte Boot. Bemerkenswert ist nicht nur die Kunstfertigkeit, mit der man zu diesen frühgeschichtlichen Zeiten bereits arbeitete, sondern auch die nahezu perfekte Konservierung des Bootes, dem sein mehrtausendjähriger Dornröschenschlaf im Moor kaum etwas anhaben konnte. Da die Kultur des Landes untrennbar mit dessen Geschichte verbunden ist, zeigt die Schau "The Road to Independence" anhand vieler bedeutender Ausstellungsstücke den langen und mühsamen Weg Irlands in die Unabhängigkeit.