Dublin - Hauptstadt von Irland

Guinness Brewery

Am St. James Gate in Dublin wird der irische Lebenssaft gebraut - Guinness, das dunkle, obergärige Bier, das die stets durstigen Iren zu ihrem Nationalgetränk erkoren haben. Die Geschichte des "Weins des Lebens", wie James Joyce in seinem Ulysses das teerfarbene Getränk nennt, geht bis ins Jahr 1759 zurück. Mit etwa 100

Pfund in der Tasche erwarb Arthur Guinness eine kleine Brauerei in Dublin, wo er zuerst Entire-Bier, dann Porter braute, das besonders von den Lastenträgern (engl. porter) gern getrunken wurde. Mit verschiedenen Zutaten experimentierte Arthur Guinness solange herum, bis das Bier genau seinen geschmacklichen Vorstellungen und denen seiner Kunden entsprach. Doch noch revolutionärer als das reine Geschmackserlebnis wirkte sich der Umstand aus, dass Guinness sein Guinness in Flaschen abfüllte und es so besser, schneller und weiter unter die Leute brachte. Es ist nicht genau überliefert, wann dieses Bier in Irland Kult wurde. Doch ranken sich inzwischen unzählige Legenden und Anekdoten um das heißgeliebte und kalt getrunkene Gebräu, so dass der Firmengründer eigentlich kaum zum Brauen gekommen sein dürfte, möchte man dem Sagenreichtum Glauben schenken. Verbürgt ist jedoch, dass der Nachfolger von Arthur Guinness, Edward Cecil, auf seinem Anwesen im Phoenix Park neben seinem palastartigen Wohnhaus noch einen Turm errichten ließ, den er pünktlich nach seinem Morgentee erklomm, um nachzuschauen, ob am anderen Ende der Stadt in seiner Brauerei die Schornsteine rauchten.

Im Besucherzentrum der Guinness-Brauerei, das in der Form eines riesigen Pints erbaut wurde, erfährt man alles, was man schon immer über dieses Bier wissen wollte. Ein lehrreicher Film liefert weitere Informationen über das Bierbrauen, wofür man schließlich eine Belohnung in Form einer Bierprobe erhält. Der Eintrittspreis beträgt zwar derzeit stolze 14 Euro, doch einem wahren Bierliebhaber ist es das wohl wert.