Hugh Lane Gallery
Die Hugh Lane Gallery stellt nicht nur die Werke international anerkannter Künstler aus, sie ist zudem für ihre exquisite Sammlung französischer Impressionisten berühmt. Als Hugh Lane im Jahr 1908 die Galerie gründete, war er über die von der irischen Regierung betriebene arrogante Kulturpolitik zutiefst verärgert. Er entschloss sich, seine umfangreiche Kunstsammlung nicht nur seiner gleichnamigen Galerie zu stiften, sondern vermachte einen beträchtlichen Teil der Gemälde der National Gallery in London. Hugh Lane gehörte zu den 1200 Opfern, die 1915 beim Untergang des Luxusdampfers Lusitania ums Leben kamen, nachdem das Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert wurde. Nach seinem Tod entbrannten jahrelange verbissen geführte Erbschaftsstreitigkeiten um den Verbleib der Sammlungen. Schließlich einigte man sich auf einen Kompromiß: die Hugh Lane Gallery und die Gallery in London teilen sich die Mehrzahl der Gemälde, die abwechselnd in Dublin und London ausgestellt werden. 1933 zog die Hugh Lane Gallery in das prunkvolle Charlemont House um, das 1763 als Palais für den damaligen Earl of Charlemont erbaut wurde.
Neben den herausragenden Werken französischer Impressionisten hat die Ausstellung noch eine weitere Attraktion zu bieten - die Francis Bacon Exhibition. Keine Mühen wurden gescheut, um das Atelier des irischen Malers originalgetreu nachzubauen. Zwar verließ der 1992 verstorbene Bacon bereits sehr jung mit seinen Eltern die irische Heimat, doch wurde er immerhin 1909 in Dublin geboren, was ein ausreichender Grund darstellte, dem "großen Sohn Dublins" ein gebührendes Andenken zu bereiten. Mit dem 2006 eröffneten Flügel für den in New York lebenden Maler Sean Scully, würdigt die Galerie einen weiteren in Irland geborenen herausragenden Künstler unserer Zeit.