Writers' Museum
Es wäre ein Irrtum, würde man von dem eher kleinen Irland auf die Zahl seiner Literaten schließen. Die Anzahl der irischen Literaturgiganten ist außerordentlich groß, einige davon konnten sogar den begehrten Nobelpreis mit auf die grüne Insel nehmen. Das alles und natürlich noch viel mehr erfährt man im berühmten Dublin Writers' Museum, das auf eine Idee des 1975 verstorbenen Journalisten Maurice Gorham hin errichtet wurde.
Als das Schriftstellermuseum Ende im November 1991 eröffnet wurde, konnte es eine beeindruckende Sammlung an Erinnerungsstücken der großen irischen Autoren vorweisen. Fotos, Briefe, Manuskripte, kuriose Besitztümer und seltene Erstausgaben zählen zu den vielfältigen Exponaten des Museums. Die Ausstellung ist in zwei Villen des 18. Jahrhunderts untergebracht, die der Schriftsteller-Gedenkstätte den passenden stilvollen Rahmen verleihen. Im Haus Nr. 18 findet man die großen irischen Dichter wie Oscar Wilde, Jonathan Swift, W. B. Yeats, Bernhard Shaw und natürlich James Joyce mit ihren Werken, Devotionalien und Arbeitsutensilien. Das benachbarte Gebäude ist dagegen den zeitgenössischen Schriftstellern gewidmet, die diese Räume für diverse Zusammenkünfte, Lesungen und Präsentationen ihrer Neuerscheinungen nutzen. Wechselnde Ausstellungen lassen selbst Insider der Dubliner Literaturszene immer wieder neugierig vorbeischauen. Dem Haus ist die Gorham Library angegliedert, die die Werke aller im Museum verewigten Meister in ihrem Bestand hat. Ein Buchladen und ein Café gehören dem Museum ebenfalls an, was durchaus einen praktischen Zweck verfolgt; denn was liegt näher, als ganz unter dem Einfluss des Museumsbesuchs bei einer Tasse Tee in einem frisch erworbenen Buch zu schmökern?